Zeitschiene

Die Kirche der St Peters Gemeinde in der Skinnerstrasse von Pretoria wurde in den achtziger Jahren zu klein für die Gottesdienstbesucher. Da sich viele Deutsche in der Nähe der Deutschen Schule Pretoria in The Willows ansiedelten, entschied man sich dort eine zweite Predigtstelle einzurichten.

 

Am 20. Januar 1985 wurde der erste Gottesdienst in der Aula der Schule gehalten. Parallel dazu entstanden Gesprächskreise, Angebote für Jugendliche, eine Frauengemeinschaft. Die offizielle Gründung der Gemeinde erfolgte am 17. März 1992, und am 28. November 1993 konnte die neugebaute Kirche eingeweiht werden.

 

Mit den Jahren wurden Glocken angeschafft, Verwaltungs-, Kindergottesdienst- und Jugendräume gebaut, eine Gedenkwand errichtet, die Zufahrtstrasse und das Gelände ausgebaut und eine Orgel gekauft: äusserlich sichtbare Zeichen des reichen Segens, den die Gemeinde erfährt.

 

Paster Siegfried Hambrock war der erste Pastor der Gemeinde.

Ihm folgte ab August 2003 Pastor Dr Volker Lubinetzki, der Mitte 2012 nach Deutschland zurückkehrt.

 

Gerhard Krehl, Andreas Bernhardt und Timo Luetge waren die Jugenddiakone.

 

Vision:

Was wollen wir und wie wollen wir das erreichen?
In 2006 wurde bei der Einführung des Bezirkskonzepts in unserer Gemeinde eine Vision mit 5 Gs als Zielsetzung formuliert. Diese wurde wieder vertieft als die Gemeinde die “Expedition zum Ich” 2008 durchführte.

1. Aus der Gnade leben

Wir wollen die befreiende Botschaft des Evangeliums verkündigen und leben:

  • in Gottesdienst, Verkündigung und Lehre
  • in der Seelsorge
  • in der Deutschen Schule Pretoria, Konfirmandenunterricht und Jugendarbeit
  • im Umgang miteinander
  • durch Orientierung in ethischen Fragen.
  • In der Gesamtkirche (ELKSA-NT) wollen wir das reformatorische Profil schärfen.

 

2.Gemeinschaft erfahren

Wir wollen Vielfalt schätzen und Einheit wahren durch:

  • unsere Gottesdienste (Haupt- und Abendgottesdienste; Kindergottesdienst)
  • Bezirke, die den Kontakt vor Ort erleichtern
  • Haus- und Bibelkreise und Jugendgruppen als geistliche Heimat
  • verschiedene Dienste als Orte der aktiven Teilnahme und Solidarität
  • verbindende Interessen und Schwerpunkte (Musik, Sport, Lager)
  • Solidarität mit und Partizipation an unserer Kirche und der lutherischen Familie im Land
  • erlebte Kirchengemeinschaft (Ökumene) in Pretoria, im Land und über die Landesgrenzen hinaus.

 

3. Zum Glauben einladen

Wir wollen überzeugenden Glauben leben und verkündigen in:

  • der persönlichen Lebensführung
  • unseren Gottesdiensten
  • Konfirmandenunterricht und Jugendarbeit
  • der Deutschen Schule Pretoria
  • offenen und einladenden Hauskreisen
  • primär dem deutschsprachigen Umfeld
  • speziellen Schwerpunkten und durch besondere Veranstaltungen (Musik, Evangelisation, Kurse, Freizeiten...)
  • Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden.

4. Gutes tun

Wir wollen helfen, heilen und versöhnen durch:

  • Seelsorge als Hilfe zur Befreiung
  • persönliche Sensibilität und Hilfsbereitschaft
  • diakonisches Engagement nach ‚innen’
  • gezieltes diakonisches Engagement nach ‚außen’
  • spezielle Einzelprojekte
  • unseren Beitrag zur Versöhnung und Heilung in unserem Land.


5. Gaben entfalten

Wir wollen Gemeinde als lebendigen Leib erfahren und selbst bereichern indem wir:

  • für Gaben begeistern
  • für Aufgaben sensibilisieren
  • zur Verantwortung hinführen
  • zur Mitarbeit zurüsten (Schulung)
  • Dienste auf viele Schultern verteilen
  • Früchte sehen und genießen.


Herausforderungen:

Wir sind eine relativ große, sehr heterogene Stadtgemeinde. Das führt zu in Wechselbeziehung stehenden Herausforderungen:

  • Einerseits empfindet manch einer, der vom Lande (zum Beispiel von einer Schwestergemeinde in der ELKSA-NT) zu uns kommt, dass so viele Gottesdienstbesucher sich nicht kennen. Anderseits hat schon mancher Gast aus Deutschland (zum Beispiel über die Deutsche Schule Pretoria) die Gemeinde wie eine geschlossene “Verwantschaft“ empfunden.
  • Viele in der Gemeinde schätzen lutherische Traditionen in der Gottesdienstgestaltung, während freiere Formen auch gewünscht werden.
  • Der Versuch, den vielfältigen Bedürfnissen und unserer Vision gerecht zu werden, wird manchmal als Verzettelung empfunden.
  • Nicht jedes Gemeindeglied beteiligt sich voll: Das gilt für das Mitmachen am Gemeindeleben und bei den Veranstaltungen, aber auch für die finanzielle Seite. Die Integration der konfirmierten, aber noch nicht volljährigen Glieder und die selbstständige Anmeldung von jungen Erwachsenen wird diskutiert.


Jesus Christus spricht:
“Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.” (Joh 8,12 )
(Grundsteintext der Johanneskirche – 19. Mai 1991)